Startschuss für das Patientenportal Saarland
Unter Federführung der Saarländischen Krankenhausgesellschaft (SKG) haben die Träger von elf Kliniken aus dem Saarland und der angrenzenden Pfalz in den vergangenen Monaten ein gemeinsames, digitales Gesundheitsportal aufgebaut. Vom 16. März an können Patientinnen und Patienten nun am Smartphone, PC oder Tablet Termine buchen, Informationen einsehen und medizinische Dokumente austauschen. Unterstützt und finanziell gefördert wurde der Aufbau des Portals durch das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) beziehungsweise den Krankenhauszukunftsfonds, welcher aus Fördermitteln der Europäischen Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) gespeist wird. Das Angebot soll in den nächsten Monaten ausgebaut und um weitere Kliniken ergänzt werden.
Mit dem Gesundheitsportal Südwest zeigt UWS-Mitglied PLANFOX, wie digitale Lösungen sektorenübergreifende Zusammenarbeit konkret verbessern können. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten effizienter zu versorgen und gleichzeitig medizinische Einrichtungen nachhaltig zu entlasten.
Digitale Plattform für alle Versorgungsbeteiligten
Das Gesundheitsportal Südwest vernetzt Leistungserbringer, Patientinnen und Patienten sowie weitere Akteure im Gesundheitswesen auf einer gemeinsamen digitalen Plattform. Informationen stehen dort strukturiert und jederzeit verfügbar bereit – unabhängig von Ort und Zeit. So entstehen durchgängige Prozesse, die Medienbrüche vermeiden und die Kommunikation zwischen den Beteiligten deutlich vereinfachen.
Mehr Transparenz für Patientinnen und Patienten
Ein zentraler Vorteil des Portals liegt in der verbesserten Einbindung der Patientinnen und Patienten. Sie erhalten einen transparenten Zugang zu ihren Gesundheitsinformationen und können aktiv in Versorgungsprozesse eingebunden werden. Das stärkt nicht nur die Eigenverantwortung, sondern sorgt auch für mehr Sicherheit und Nachvollziehbarkeit entlang der gesamten Behandlungskette.
Effizienzgewinne für medizinische Einrichtungen
Für Krankenhäuser, MVZ und weitere Einrichtungen bedeutet das Gesundheitsportal vor allem eines: spürbare Entlastung. Durch standardisierte Abläufe und eine strukturierte Datenverfügbarkeit werden administrative Prozesse reduziert und Ressourcen gezielter eingesetzt. Gleichzeitig verbessert sich die Qualität der Zusammenarbeit – sowohl innerhalb von Einrichtungen als auch sektorenübergreifend.
Interoperabilität als Schlüssel zum Erfolg
Das Projekt verdeutlicht, wie wichtig interoperable Systeme für eine funktionierende digitale Gesundheitsversorgung sind. Nur wenn Daten nahtlos zwischen unterschiedlichen Anwendungen ausgetauscht werden können, lassen sich solche Plattformlösungen nachhaltig betreiben.
PLANFOX setzt hier auf offene Schnittstellen und standardisierte Prozesse – ein Ansatz, der auch im UWS-Verbund eine zentrale Rolle spielt.
Praxisbeispiel für die Zukunft der Versorgung
Das Gesundheitsportal Südwest ist mehr als ein Einzelprojekt: Es zeigt exemplarisch, wie digitale Lösungen die Gesundheitsversorgung konkret verbessern können. Die Verbindung aus technischer Plattform, klaren Prozessen und echter Zusammenarbeit macht deutlich, welches Potenzial in interoperablen Ansätzen steckt – für eine Versorgung, die effizienter, transparenter und patientenzentrierter ist.


