Vorstand bestätigt, strategische Themen geschärft

Die Mitgliederversammlung hat formale Beschlüsse gefasst und klare inhaltliche Leitplanken für das kommende Jahr gesetzt.

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UWS-Mitgliederversammlung 2026: Vorstand bestätigt, strategische Themen geschärft

Am 11. Februar 2026 fand die Mitgliederversammlung der United Web Solutions for Healthcare e. V. in Dortmund statt. Neben den turnusmäßigen Vereinsformalitäten standen strategische Zukunftsthemen der Gesundheits-IT im Mittelpunkt – von Interoperabilität über Cloud-Betriebsmodelle bis hin zu KI und Krisenresilienz.

Vorstand im Amt bestätigt

Die Mitglieder bestätigten den Vorstand in seinen Funktionen:

  • Vorsitzender: Jörg Reichardt, AMC
  • Stellvertretender Vorsitzender: Michael Latz, medatixx
  • Vorstandsmitglied Technologie: Dr. Nils Benning, d.velop
  • Schatzmeisterin: Tatjana Sawatzki, AMC
  • Schriftführerin: Juliane Dannert, Kommunikation für Gesundheit

Mit der Bestätigung des Vorstands setzen die Mitglieder auf Kontinuität und eine klare strategische Weiterentwicklung des Verbunds.

Forschungsprojekt: Anonymisierung und Synthetisierung von Patientendaten für KI

Ein inhaltlicher Schwerpunkt war die Beteiligung der Mitglieder an der Evaluation eines Forschungsprojektes zur KI-basierten Anonymisierung und Synthetisierung von Patientendaten. Ziel ist es, medizinische Daten datenschutzkonform für Trainings- und Analysezwecke nutzbar zu machen.

Die Mitglieder brachten ihre praktische Expertise ein – sowohl aus technischer als auch aus regulatorischer Perspektive. Konsens war:

Wenn KI im Gesundheitswesen verantwortungsvoll eingesetzt werden soll, braucht es belastbare Verfahren zur Datenaufbereitung und klare Qualitätskriterien.

Interoperabilität: Gemeinsame Projekte tragen

Im Themenfeld Interoperabilität wurde deutlich: Die Mitglieder sind in gemeinsamen Projekten fachlich und technisch gut aufgestellt. Die Zusammenarbeit funktioniert dort besonders effektiv, wo Schnittstellen, Standards und Prozesse gemeinsam definiert und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Die Versammlung bestätigte damit einen zentralen Anspruch des Verbunds: Interoperabilität entsteht nicht allein durch Technologie, sondern durch abgestimmtes Handeln der beteiligten Unternehmen.

Cloud: Vertrauen schaffen, Orientierung geben

Ein weiterer Schwerpunkt war die Cloud als Betriebsmodell der Zukunft. Die Analyse zeigte: Zusammengenommen bieten die UWS-Mitglieder bereits heute ein breites Portfolio Cloud fähiger Lösungen für unterschiedliche Versorgungsbereiche.
Für 2026 wurde ein klares Ziel formuliert: Vertrauen in Cloud-Betriebsmodelle stärken.

Geplant sind unter anderem:

  • praxisnahe Checklisten zur Entscheidungsunterstützung,
  • Erfahrungsberichte aus dem Mitgliederkreis, u. a. von Diamant Software GmbH und Xitas GmbH I PLANFOX,
  • transparente Darstellung von Sicherheits-, Finanzierungs- und Betriebsaspekten.

Damit will UWS Einrichtungen Orientierung geben und Ängste gegenüber neuen Betriebsmodellen adressieren.

Krankenhäuser im Krisenmodus: Handlungsbedarf erkannt

Intensiv diskutiert wurde die Frage, wie gut Krankenhäuser auf Krisensituationen vorbereitet sind – etwa auf Naturkatastrophen, längere Stromausfälle, Cyberangriffe oder einen Massenanfall von Verletzten.

Die gemeinsame Einschätzung: Viele Einrichtungen verfügen noch nicht über belastbare Notfallstrukturen.

Mehrere Mitglieder bringen hierzu konkrete Expertise ein:

  • DATATREE AG berät Krankenhäuser bei der Vorbereitung auf Ausnahmezustände.
  • Transact unterstützen mit Datenanalysen, um Transparenz zu schaffen: Wo stehen wir? Welche Ressourcen fehlen?
  • epias GmbH stellt ein Softwaremodul zur Verfügung, das im Fall eines Massenanfalls von Verletzten die digitale Vernetzung aller Versorgungsbeteiligten ermöglicht und Behandlungsprozesse strukturiert steuert sowie dokumentiert.
  • SIEDA GmbH bietet in diesem Kontext schnellen, cloudbasierten Zugang zur Personaleinsatzplanung – im Ernstfall kostenfrei.
    Die Diskussion machte deutlich: Resilienz entsteht durch Vorbereitung, Datenbasis und funktionierende digitale Vernetzung.

Gemeinsames Fazit: Das Netzwerk ist der entscheidende Wert

Am Ende der Versammlung stand eine zentrale Erkenntnis: Was UWS auszeichnet, ist nicht nur Technologie oder Produktportfolio, sondern das enge Netz engagierter Menschen und Unternehmen, die gemeinsam Verantwortung für die Gesundheitsversorgung übernehmen.

Gerade in Notsituationen ist es entscheidend, Ansprechpartner zu kennen, schnell Expertise abrufen zu können und auf bestehende Vertrauensstrukturen zurückzugreifen. Dieses Netzwerk ist ein wesentlicher Mehrwert des Verbunds – fachlich, organisatorisch und menschlich.

Die Mitgliederversammlung 2026 hat damit nicht nur formale Beschlüsse gefasst, sondern klare inhaltliche Leitplanken für das kommende Jahr gesetzt.

Über United Web Solutions

Die 13 Mitglieder der United Web Solutions gestalten gemeinsam flexible Lösungen für die Digitalisierung der Wertschöpfung von Versorgungseinrichtungen. Als Verband bündeln wir die Kompetenz solider und wirtschaftlich stabiler mittelständischer Unternehmen mit langjähriger Erfahrung im deutschen Gesundheitswesen. Alle bei der United Web Solutions engagierten Mitlieder bieten webbasierte Lösungen und haben den Anspruch, moderne Technologien zu nutzen und technologischen Fortschritt schnellstmöglich an den Kunden weiterzugeben. Kurze Entscheidungswegen und die partnerschaftlichen Beziehungen machen uns im Vergleich mit großen international agierende Konzerntanker schneller und flexibler in der Arbeit mit den Kunden und in der Entwicklung unserer jeweiligen Produkte.

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