Das webbasierten CLINIXX®-Ökosystem

Interoperabilität zeigt ihren Wert dort, wo sie den Arbeitsalltag spürbar erleichtert. Im CLINIXX-Umfeld bedeutet das: weniger Systemwechsel, weniger doppelte Eingaben und mehr Sicherheit durch konsistente Daten.

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Jörg Reichardt, Geschäftsführer AMC Holding & Vorstandsvorsitzender bei UWS

„Weniger Medienbrüche, verlässliche Datenflüsse und konsistente Dokumentation entstehen nicht zufällig – sie sind das Ergebnis gemeinsamer strategischer Verantwortung der beteiligten Hersteller.“

Das Krankenhausinformationssystem CLINIXX® von AMC hat in den vergangenen Jahren eine außergewöhnlich hohe Integrationsdichte aufgebaut hat. Die Partnersysteme sind so eng angebunden, dass ihre Funktionen unmittelbar im KIS nutzbar sind, ohne dass Anwenderinnen und Anwender das System wechseln müssen. 

Deep Integrations – und null Medienbrüche: Interoperabilität im webbasierten CLINIXX®-Ökosystem

Mit tief integrierten Fachsystemen, die direkt aus dem KIS aufgerufen werden zeigt CLINIXX® von AMC wie ISIK 3 – konforme Integration den Alltag von Ärztinnen, Ärzten und Pflegenden entlastet.

Die ärztliche Dokumentation bildet einen Kernprozess der stationären Versorgung. Sie umfasst nicht nur anamnestische Angaben, Diagnosen und Prozeduren, sondern ebenso Verlaufsdarstellungen, OP-Berichte, Entlassdokumente und sämtliche begleitenden Befunddaten. Seit Jahren gilt sie als einer der Bereiche, die in besonderem Maße unter Medienbrüchen leiden: Informationen liegen in separaten Systemen, Doppel- oder Dreifacheingaben sind verbreitet, und viele Kliniken kämpfen mit unvollständigen oder zeitversetzt vorliegenden Daten.

Wie kann ein klinisches Informationssystem die ärztliche Dokumentation nicht nur abbilden, sondern aktiv unterstützen?

Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage an Bedeutung, wie ein klinisches Informationssystem die ärztliche Dokumentation nicht nur abbilden, sondern aktiv unterstützen kann. Im UWS-Verbund zeigt sich dies am Krankenhausinformationssystem CLINIXX® von AMC, das in den vergangenen Jahren eine außergewöhnlich hohe Integrationsdichte aufgebaut hat. Die Partnersysteme sind so eng angebunden, dass ihre Funktionen unmittelbar im KIS nutzbar sind, ohne dass Anwenderinnen und Anwender das System wechseln müssen. Für den ärztlichen Dienst entsteht damit beispielsweise ein durchgängiger Arbeitsraum, in dem Dokumentation, Entscheidungsunterstützung und Fallführung zusammenlaufen.

Nahtloser Zugang zu fachlichen Informationen im Kontext des Patienten

Ein wesentlicher Vorteil dieser Integration liegt darin, dass relevante Informationen dort erscheinen, wo sie benötigt werden: im direkten Kontext des Patienten und des jeweiligen Falls. Ein Beispiel ist die Interaktion mit apenio®, dessen pflegerische Dokumentation tief in CLINIXX® eingebettet ist. Das behandelnde Fachpersonal sieht damit – ohne die KIS-Oberfläche zu verlassen – Pflegeassessments, Vitalparameter oder Hinweise auf Handlungsbedarf. Diese Einbettung trägt dazu bei, pflegerische und ärztliche Perspektiven enger zu verzahnen und Entscheidungen konsistenter zu gestalten.

Ähnlich verhält es sich bei der Integration der Fachlösung für das Medikamentenmanagement ID MEDICS®. Beide Lösungen tauschen automatisch Patienten- und Falldaten, Diagnosen, Prozeduren, Allergien und weitere klinische Informationen aus. Gleichzeitig fließen kodierrelevante Inhalte ans Medizin-Controlling, ebenso wie Verlaufsdokumentationen zurück in das KIS übertragen werden. Durch die eingebetteten Weboberflächen arbeiten die Krankenhausmitarbeitenden – von der Eingabe bis zur Abrechnung – für die meisten Aufgaben im gleichen Anwendungskontext. Dadurch entfällt nicht nur der technische Wechsel zwischen zwei Systemen, sondern auch die kognitive Belastung, die mit unterschiedlichen Bedienlogiken einhergeht.

Vollständige und durchsuchbare Fallakten – ohne Zeitverlust

Für viele ärztliche Tätigkeiten ist der schnelle Zugriff auf bereits vorhandene Dokumente entscheidend. Die Integration der d.velop Plattform ermöglicht, dass sämtliche Dokumente alter Fälle – Arztbriefe, OP-Berichte, Rechnungen, aber auch Befunde, Laborergebnisse und individuelle Unterlagen aus anderen Systemen – direkt aus CLINIXX® heraus geöffnet werden können. Die Fallakte muss nicht separat gesucht oder aufgerufen werden, sondern steht im unmittelbaren Kontext der klinischen Prozesse bereit. In der täglichen Arbeit trägt dies zur Reduktion von Suchzeiten bei und unterstützt eine lückenlose Dokumentation.
Auch das Zusammenspiel mit klinikeigener Ambulanz und MVZ folgt diesem Prinzip. Die in der MVZ-Lösung x.vianova von medatixx geführten Daten können innerhalb von CLINIXX® eingesehen werden, ohne dass das ärztliche Personal den Anwendungsrahmen verlässt. Die einheitliche Benutzeroberfläche reduziert Bedienaufwand und fördert durchgängige Falltransparenz von ambulant nach stationär.

Integrationsvielfalt im UWS-Verbund – ein vollständiges Bild

Die vier tief integrierten Lösungen werden ergänzt durch weitere Schnittstellen zu Systemen wie dem Patientenportal careMe.hub, dem intensivmedizinischen System LOWTeq PDMS, der Software für Multi-Ressourcen-Management Timerbee, dem ERP-System Diamant/4 oder der Notaufnahmesoftware epias ED. Diese Anbindungen decken administrative, pflegerische, medizinische und diagnostische Prozesse ab, indem sie Stammdaten, Laborbefunde, Aufnahmetermine, OP-Aufträge oder Buchungsstapel automatisiert austauschen. Damit entsteht ein breites Spektrum interoperabler Verbindungen, die CLINIXX® nicht nur funktional erweitern, sondern die das System zu einem Knotenpunkt innerhalb der Krankenhaus-IT machen.
Das Ergebnis ist ein konsistentes und vollständiges Bild der Patientinnen und Patienten, unabhängig davon, in welchem System einzelne Prozessschritte stattfinden. Die Dokumentation verteilt sich nicht auf unterschiedliche Werkzeuge; vielmehr fließen die Werkzeuge in die Dokumentation ein.

Interoperabilität mit Mehrwert

Die Integrationstiefe im CLINIXX-Umfeld zeigt, welchen Mehrwert Interoperabilität leisten kann, wenn sie konsequent im Sinne der Anwendenden gedacht ist. Für Ärztinnen und Ärzte bedeutet dies: weniger Brüche im Arbeitsablauf, weniger redundante Eingaben, weniger Zeitverlust durch Systemwechsel, und zugleich mehr Sicherheit durch verlässliche Datenflüsse. Die Dokumentation wird dadurch nicht nur effizienter, sondern auch qualitativ konsistenter. Dass diese Form der Zusammenarbeit im UWS-Verbund entsteht, unterstreicht einen zentralen Punkt: Interoperabilität ist nicht allein eine technische Frage, sondern das Ergebnis strategischer Abstimmung zwischen Herstellern, die gemeinsame Standards leben und gemeinsam Weiterentwicklung betreiben.

Ein Blick nach vorn

Mit Blick auf die zukünftige Versorgung wird die Relevanz einer durchgängigen Dokumentation weiter steigen – insbesondere im Übergang zwischen ambulanter, stationärer und rehabilitativer Versorgung. Lösungen wie das PLANFOX Patientenportal zeigen bereits heute, wie digitale Aufnahme-, Entlass- und Nachsorgeprozesse mit klinischen Systemen verzahnt werden können. Die im UWS-Verbund geschaffenen Integrationen bilden dafür eine wesentliche Grundlage: Daten können dem Patienten folgen, statt in einzelnen Sektoren stehenzubleiben.
Die ärztliche Dokumentation wird dadurch perspektivisch nicht nur vollständig und kontextreich, sondern auch sektorenübergreifend anschlussfähig – ein entscheidender Schritt hin zu einer integrierten, patientenzentrierten Versorgung.
Abbinder: Dies ist ein Beitrag der Reihe „Effizienz beginnt mit Verständigung – Interoperabilität in der Praxis“, publiziert von United Web Solutions.

Interoperabilität ist kein Ziel, sondern ein kontinuierlicher Prozess. In den kommenden Wochen zeigen die UWS-Mitgliedsunternehmen in Fachbeiträgen, wie ihre Lösungen konkret zur vernetzten Versorgung beitragen – mit echten Use Cases und messbarem Nutzen für Anwender und Patienten. Bleiben Sie dran: Wir zeigen, wie Interoperabilität in der Praxis funktioniert. Treffen Sie uns auf der DMEA: Halle 3.2 Stand A-104.

Mehr über die interoperablen Lösungen im UWS-Verbund erfahren: hier

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